Iowa, Mehlman's und Rio de Janeiro
Wie jedes Jahr schloss ich mich auch in diesem Jahr wieder einer kleinen Rundreise durch die USA an, die meine Freunde aus Cincinnati organisieren. Da diesmal lediglich 4 Tage Iowa geplant waren (es ist halt eine weite Anreise per Auto aus dem südlichen Ohio), habe ich für mich zusätzlich einige Tage vorab im Raum Chicago eingeplant und anschließend zudem noch einige kleine Abstecher per Flugzeug in den Süden. Ich bitte zu entschuldigen, dass ich hier selten Wagennummern angebe – ich schreibe mir diese fast nie auf und entdecke diese dann erst später, wenn ich die Diafilme bearbeite. Vielleicht regen meine Ausführungen hier ja zu dem einen oder anderen Besuch der erwähnten Betriebe und/oder Museen ein. Probleme mit der Sicherheit (sprich der Terrorwarnstufe „Orange“) gab es nicht wirklich. Bei den besuchten Betrieben viel nur die South Shore negativ auf (aber im Depot dort hätte es vermutlich auch nichts interessantes zu sehen gegeben).
1. Tag - Chicago: South Shore
Eine Depotbesichtigung bzw. Führerstandsmitfahrt wurde mir leider vorab angesichts der sogen. "Sicherheitslage" verwehrt (ich hatte auch gar nicht mit einer Zusage gerechnet ... die South Shore ist halt eine "Eisenbahn"), so blieb nur eine reguläre Bereisung. Aufgrund der ziemlich hohen Fahrpreise und doch recht spärlichen Zugfolge habe ich (und ein aus San Francisco angereister Freund) mich dann doch für eine Bereisung per Auto entschlossen. An der Endstelle in Chicago schnell noch einige Fahrpläne geholt (hatte die Internetausdrucke im Hotel vergessen). Zuerst fuhren wir noch schnell die S-Bahn nach Ost-Chicago ab, die hier wie eine Überlandbahn in Straßenmitte (wenn auch mit Zaun) verkehrt - leider zeigte sich kein Zug. Die meisten Stationen sind leider bereits modernisiert. In Gary (Metro) dann erstes
Treffen mit der South Shore. Der Bahnhof mit Mittelbahnsteig – ähnlich einer Hochbahnstation - ist nicht wirklich zum Fotografieren geeignet, zumal das Abstellgleis dahinter (mit einem Zug belegt) nur von der Schnellstraße aus einsehbar ist. Da ich die South Shore bereits vor 2 Jahren abgefahren bin (damals im Zug) und unterwegs wenig Zeit für Fotos hatte, wollte ich mir dieses Jahr speziell die in Michigan City in der 11. Straße verlaufende eingleisige Strecke ansehen. Das hübsche alte Empfangsgebäude ist leider stillgelegt. Die "Durchfahrt" eines 6-Wagenzuges ist dennoch sehr imposant; an der Kreuzung bekommt der Zug kein grünes Licht und mit viel Lärm zuckelt er - unbeeindruckt vom Verkehrschaos ringsherum - dann Richtung Chicago. Da der nächste Zug erst in 1 1/2 Stunden erwartet wird fahren wir weiter nach Beverly Shores, wo eines der ursprünglich typischen kleinen Bahnhofshäuschen im mexikanischen Landhausstil restauriert steht (allerdings als lokales Museum genutzt). Der Betriebshof in Michigan City ist von außen kaum noch einsehbar und nachdem uns der Sheriff in seinem SUV auf dem Mitarbeiterparkplatz etwas grimmig anschaute, fuhren wir lieber schnell weiter - das Schild "nur für Mitarbeiter" war aber auch wirklich leicht zu übersehen (und der öffentliche P+R-Parkplatz bis zum letzten Platz gefüllt)...
Für einen Zug war es in Beverly Shores noch zu früh, also weiter zum Sitz der Gesellschaft im Bahnhof Dune Park (hier war nur noch 1 Parkplatz frei auf dem P+R-Platz). Hier wurden wir von zwei durchfahrenden Dieselloks (gekuppelt) der South Shore überrascht, die wohl schnell (es fühlte sich an, als ob ein ICE durchrauscht) die Strecke freimachen mussten um den nächsten Personenzug nicht aufzuhalten. Schade, dass der Güterverkehr nicht mehr elektrisch gefahren wird. Noch schnell den Planzug fotografiert und dann weiter zurück nach Chicago. Leider machte uns der einsetzende Feierabendverkehr und die fehlenden Parkmöglichkeiten (unterwegs verloren wir dann auch noch etwas die Orientierung, warum fährt die Bahn auch nicht immer entlang der Straßen...) etwas zu schaffen, also zurück zum Hotel. Für den ersten Tag reichte das auch, die Zeitverschiebung machte sich bei uns beiden bemerkbar. Vom Auto aus haben wir zahlreiche gute Fotostandpunkte gesehen, die wir bei einem künftigen Besuch dann gewiss aufsuchen werden, hoffentlich ist bis dahin die Ortsdurchfahrt in Michigan City noch nicht von der geplanten Umgehungsstrecke abgelöst.
2. Tag - Kenosha und East Troy:
Auch Kenosha hatten wir vor 2 Jahren schon besucht. Damals fuhr nur ein PCC-Tw im Linienbetrieb (wie immer) und um einfach mehr Fotomöglichkeiten zu haben, hatte ich vorher eine Sonderfahrt bestellt. Mittags fuhr dann noch ein dritter Tw, der vom Musikfestival bestellt wurde, welches am "äußeren Ende" der Ringstrecke abgehalten wurde. Ein sehr freundlicher Fahrer ermöglichte uns diverse Fotohalte und auch die beiden nachfolgenden Wagen spielten perfekt mit. Die Fahrgäste wollten natürlich immer in den ersten (unseren) Wagen einsteigen, aber da die beiden anderen oft direkt nachfolgten war dies kein Problem, manche nutzen gar die Möglichkeit selbst Fotos zu machen. Ein Freund aus Chicago und eine neue Bekanntschaft aus den Südstaaten hatten sich uns in Kenosha angeschlossen. Eine Depotbesichtung bildete den Abschluss unseres Besuchs. Weiterfahrt nach East Troy. Hier hatte ich eine weitere Sonderfahrt organisiert mit dem Strafford-Tw ex Philadelphia & Western. Anders als bei der Sonderfahrt vor zwei Jahren befuhren wir auch das letzte Stück der Strecke (Verbindung zur Eisenbahn) und zudem erstmals (für mich) die Güterstichstrecke in East Troy. Zahlreiche Fotohalte an den besten Lokationen (in Funkabstimmung mit dem regulär verkehrenden Tw ex Milwaukee) wurden natürlich eingelegt. Güterverkehr scheint kaum noch stattzufinden, die Museumsbahn hingegen war gut besucht. Nach einem Depotbesuch (nächstes Mal mieten wir gewiss den Sheboygen-Überland-Tw) erfuhren wir noch, dass abends eine Bierbahn verkehrt. Dies war ein ET-Pärchen ex South Shore, normalerweise eingesetzt als rollendes Restaurant. Mit dem Auto konnten wir dies sehr schön verfolgen und das Fahrpersonal (das gleiche wie bei unserer Sonderfahrt zuvor) winkte eifrig. Da muss man einfach wiederkommen! Auf dem Rückweg dann ein nicht so schönes Ereignis: an einer der Kassenstellen (Toll Plaza) auf der Autobahn brannte ein LKW vier Fahrspuren entfernt (hinter einer niedrigen Betonwand) und während die Feuerwehr noch löschte explodierte der Tank. Der Druck war deutlich zu spüren. Wir mussten also die Spur benutzen, die nicht zum Barzahlen geeignet war, zum Glück ist bis heute kein Strafzettel über die Autovermietung gekommen. Abends besuchten wir einen weiteren Freund (Busfahrer in Chicago), der uns per Auto und zu Fuß einige erhaltene Stationen der North Shore Überlandstrab zeigte, bevor wir dann in ein deutsches Pfannkuchenhaus einzogen.
3. Tag - Fox River und Union:
Meine letzte Sonderfahrt hatte ich für Fox River geplant. Auch dort verkehren ja meistens die gleichen Wagen und die hatte ich vor 2 Jahren bereits im Einsatz gesehen. Mit lag der PCC-„Gelenkzug“ ex Chicago am Herzen, der scheinbar nur selten benutzt wird. Da wir wie verabredet 1 Stunde vor Öffnung des Museums eintrafen, hatten wir die Strecke ganz für uns allein. Bei den zahlreichen Fotohalten mussten wir (mangels Hochbahnsteigen unterwegs) immer durch die Fronttür und dann per der im Wagen mitgeführten Holzklappleiter runter- und raufklettern. Anschließend war noch Zeit für eine reguläre Mitfahrt mit dem ältesten Chicago-Aurora & Elgin-Tw und auch einem der älteren (pre-PCC) Chicagoer U-Bahnwagen. Jetzt wurde es Zeit zum Museum nach Union zu fahren, früher hätte man das mit der Überlandstraßenbahn direkt von Fox River (Elgin) aus machen können… Dort angekommen überraschte uns der große andrang kaum. Es war „Thomas (the Tank Engine) Day“. Tausende von Kleinkindern mit Eltern hatten das Museum komplett in Beschlag genommen. Das wussten wir natürlich vorher. Der Vorteil war, das an diesem Tag halt mehr Material eingesetzt wurde als an einem regulären Öffnungstag: 4 Straßenbahnen auf dem Museumsring und zwei elektrische Züge (ein North Shore-Pärchen und zudem ein 3-Wagenzug alter U-Bahnen aus Chicago – plus der Diesel-Eisenbahnzug) auf der „Main Line“ und zusätzlich noch der Thomas-Zug mit Dieseltraktion und dem Thomas-„Dummy“ (den wir ignorierten, schließlich war „Toby the Tram“ nicht anwesend). Auch eine Fotomöglichkeit mit dem „Fat Controller“ ließen wir verstreichen, die Schlangen waren riesig. Insgesamt ein sehr interessanter Tag in Union, und wir sollten auf dieser Reise noch 2x erneut dorthin kommen. Abends dann ein Diaabend bei einem Freund in Chicago.
4./5. Tag - Cincinnati:
Per Mietauto ging es von Chicago nach Cincinnati. Unterwegs schauten wir uns noch das hübsche Stadtzentrum von Lafayette an und die riesigen Maisfelder Indianas konnten wir bei einer unfallbedingten Umleitung über unbefestigte Landstraßen kennen lernen. In Cincinnati gibt es ja leider keine Straßenbahnen mehr und die geplante Stadtbahn (mit Nutzung des vorhandenen Innenstadttunnels aus den 20er Jahren, der nie in Betrieb ging) ist politisch tot. Aber in Newport gibt es ein nettes Hofbräuhaus und mit dem restaurierten Ford A (Baujahr 192x) eines Freundes fuhren wir die ehemaligen Straßenbahnhighlights (und da gab es viele, Cincinnati ist sehr hügelig) ab. Den geplanten Besuch der Trolleybusse in Dayton ließen wir ausfallen. Ich war dort schon vor einem Jahr.
6. Tag - Union:
Am 6. Tag ging es wieder zurück nach Chicago, diesmal im Konvoi (unserem „Sedan“ und 2 „Vans“) mit 14 Leuten. Am späten Nachmittag trafen wir in einem dann schon ziemlich leeren Museum (Union) ein. Die Zelte vom Thomas-Day standen noch doch es herrschte öde Leere. Wir hatten viel Zeit uns alle Abstellhallen anzusehen. Union hat ja hunderte von Wagen, leider fahren immer nur wenige davon und viele müssen erst noch restauriert werden, obwohl fast alle fahrfähig sind). Mit einem Illinois Traction-Tw machten wir anschließend eine Sonderfahrt (hier war ich nur Gast) über den Ring und dann 2x über die Main Line. Diesmal waren natürlich Fotohalte möglich (nicht im regulärem Fahrbetrieb) und einige der Teilnehmer durften sogar den Wagen selbst fahren. Schade, dass es sich um den an diesem Tag regulär eingesetzten Wagen handelte, der auch schon am Thomas-Day fuhr und auch bei meinem dritten Besuch wider fuhr. Mit Einbruch der Dunkelheit fuhren wir zurück ins Hotel nach Chicago (Arlington Heights).
7. Tag - Chicago, Rockford & Dubuque:
Das eigentliche Ziel der diesjährigen Rundfahrt, Iowa, erreichten wir an diesem Tag erstmals. Zuvor besuchten wir morgens noch die Hauptwerkstatt der U-Bahn von Chicago in Skokie. In zwei Gruppen wurden wir „helmtragend“ herumgeführt. Leider gibt es kaum Sonderfahrzeuge im Betrieb, aber zwei Flachwagen und einige Rangiergeräte konnten wir fotografieren, sowie einen Schleifzug (der interessante aus alten Hochbahnwagen umgebaute Vorgänger ist leider schon Geschichte). Insgesamt ein sehr interessanter Besuch, zumal wir den Museumszug in der Werkstatthalle vorfanden. Er wird leider nunmehr nur noch sehr selten eingesetzt. In Rockford fand eine Sonderfahrt mit dem dort vorhandenen Brill-Nachbau statt. Er wird durch einen VW-Motor angetrieben (Propangas) und rumpelt über eine (Güter-)Eisenbahnstrecke, die noch in Betrieb ist. Die Betriebssaison war bereits beendet aber für uns machte man eine Ausnahme und verzögerte die Wintereinmottung. Die Fahrten können aus Sicherheitsgründen immer nur an Tagen stattfinden, an denen die Eisenbahn nicht verkehrt – man wechselt sich also ab. Wir hörten, das ein neues Fahrzeug den bisherigen Tw ablösen soll. In Dubuque hatten wir dann endlich Iowa erreicht. Eine kleine Standseilbahn führt hier an Stelle einer Straße hinauf in ein Wohngebiet auf einem Berg. Im Dunkeln dann weiterfahrt bis Mason City.
8. Tag - Mason City:
Nach der langen Fahrt am Vortag konnten sich 50% der Freunde am nächsten Tag nicht dazu aufraffen, den morgendlichen Rangierbetrieb auf der elektrischen Güterbahn (früher eine Überlandstraßenbahn zwischen Mason City und Clear Lake) anzusehen. Wir anderen wurden dafür reichlich (mit Fotomotiven) belohnt. I.d.R. stehen zwei der 4 E-Loks nahe der Übergabestelle zur Eisenbahn bzw. an der 19. Straße am Abzweig zum Industriekunden AGP. Das Personal erscheint per Auto und führt dann die Rangierbewegungen durch. Später dann werden die Loks dort wieder abgestellt. Einige aus unserer Gruppe fuhren anschließend noch zum Depot Emery, wo später weiteres Rangieren stattfand (benachbarter Schrotthändler), leider habe ich das verpasst. Nachmittags trafen wir uns dann alle am Depot und zusammen mit diversen weiteren Straßenbahnfreunden aus der Umgebung (teilweise auch aus Chicago und St. Louis) um mit dem vorhandenen Museums-Tw ex North Shore eine Sonderfahrt zu machen. Leider konnten wir aufgrund des schlechten Gleiszustandes nicht die Strecke nach Clear Lake befahren und auch nicht den östlichen Abschnitt der 19. Straße. In Clear Lake gibt es ein Museum, leider geschlossen. Es soll aber noch ein PCC aus San Francisco vorhandensein dort. Unser Museumswagen gehörte früher auch zu diesem Museum und war dort beheimatet. Unsere Sonderfahrt wurde sogar von der örtlichen Presse begleitet, scheinbar finden sich selten so viele Fans auf einmal ein. In der Wagenhalle in Emery steht noch ein Überland-ATw (ebenfalls ex North Shore), der aber scheinbar nicht mehr fahrfähig ist. Im Freigelände sind zahlreiche Güterwaggons zu finden und urige Schneepflüge. Unsere Sonderfahrt wurde sogar unterbrochen um einen weiteren Verschub von Güterwagen durchzuführen, weitere schöne Fotografiermöglichkeiten für uns (und für alle jene, die es morgen nicht geschafft hatten). Besucher sollten sich darauf einstellen, dass nur morgens regulärer Rangierbetrieb stattfindet – wenn überhaupt. Danach ruht der Betrieb.
9. Tag - Boone:
Die Boone & Scenic Valley Railroad war früher eine Überlandstraßenbahn (Ft. Dodge, Des Moines & Southern). Heute wird die „Main Line“ nur von Diesel- und Dampfzügen betrieben, die Fahrleitung ist lange entfernt. In der Stadt Boone selbst verkehrt allerdings auf einer kleinen Strecke ein Überland-Straßenbahnwagen, der früher einmal in Charles City zu Hause war. Das Museum beherbergt auch einige South Shore-Wagen, die fallweise auch auf der elektrifizierten Strecke verkehren sollen, aber früher primär als Personenwagen für die Dampfbahn herhielten. Leider fand sich niemand, der uns den in einer Wagenhalle stehenden sogen. Jones-Tw aus Des Moines zeigen konnte. Scheinbar ist die Aufarbeitung dieser Straßenbahn derzeit eingestellt. Die Boone & Scenic Valley Railroad ist bekannt für die chinesische Dampflok JS8419 (2-8-2-), letztgebaute Dampflok des Werks Datong – sie kam 1989 nach Boone. Während meine Freunde mit der Dampfbahn fuhren unterhielt ich mich lieber mit dem Straßenbahnfahrer, eine weitere Fahrt damit viel aufgrund fehlender Fahrgäste leider aus (die fuhren alle mit der Eisenbahn). Auf dem Weg zum Motel nahe Iowa City sahen wir einen alten Straßenbahnwagen, der als Schuppen genutzt wurde. Leider war es für eine Erkundungstour schon zu spät und der Regen zog auf für sein Schauspiel am nächsten Tag.
10. Tag - Mount Pleasant:
Einmal im Jahr findet an einigen Tagen die Midwest (oder auch Old) Threshers Reunion statt. Es ist vergleichbar mit einem County Fair in den USA, also einer Mischung aus Rummelplatz und lokalem „Bauernfest“. Hier verkehrt eine schmalspurigen Dampfbahn und es werden Dampftraktoren und ähnliche ländliche Museumsfahrzeuge präsentiert. Die Teilnehmer der Reunion bringen Ihre Wohnwagen hierher. Neben den Festaktivitäten gibt es also einen riesigen Campingplatz und besonders hierfür wurde die Straßenbahn gebaut: Unser Ziel war natürlich die Ringstraßenbahn. Sie verkehrt zwar auch außerhalb der Reunion, doch während dieses Festes im Herbst wird im 3-Minuten-Takt gefahren, mit allem was vorhanden ist: zwei offenen Tw aus Rio de Janeiro, ein Peter-Witt-Tw aus Mailand, ein Überland-Tw ex Chicago, Aurora & Elgin, einem Tw ex Waterloo, Cedar Falls & Northern (ex Knoxville) und ein kleiner Überland-Tw der Southern Iowa Railway (der leider nicht fuhr). Zudem ist ein ATw aus Boston vorhanden. Die früher vorhandenen zwei PCCs aus Bosten wurden gegen den Ventotto-Tw aus Mailand eingetauscht (der kam vom Fahrzeughersteller Hersteller Gomaco, die PCCs gingen dorthin). Während unseres Besuchs in Mount Pleasant hat es leider fast durchgehend geregnet. Es war der einzige Tag auf meiner Reise, bei dem das Wetter gar nicht
mitspielte. Zum glück blieben die beiden (seitlich) offenen Tw aus Brasilien aber den ganzen Tag im Einsatz. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Bezahlen. Nur am „Main Depot“ kostet das Einsteigen Geld. Nach einer kompletten Runde kann man aber i.d.R. sitzen bleiben und wird dadurch nicht erneut zur Kasse gebeten. Wenn man immer nur an den Unterwegshaltestellen ein- und aussteigt, fährt man gänzlich kostenlos – nun, den Eintritt zum Gelände muss man sowieso bezahlen. Die meisten regulären Fahrgäste steigen aber am „Main Depot“ brav aus. Ich hatte eine Tageskarte gekauft und konnte diese später an einen Freund verschenken, der nicht zusammen mit unserer Gruppe angereist war. Trotz des Regens bin ich kaum nass geworden und es ergaben sich auch noch zahlreiche gute Fotomotive, wenn auch gänzlich ohne Sonne und blauen Himmel. Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen von den Freunden aus Cincinnati. Sie fuhren zurück nach Hause, während ich mit dem Freund aus S.F. erneut nach Chicago fuhr. Für alle eine lange Fahrt. Schade, dass es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den „Autobahnen“ gibt…
11. Tag - Union:
Dreimal das gleiche Museum in einer Woche? Ja, Union ist es allemal wert. Heute war Labor Day, sprich ein dichterer Takt mit mehreren Fahrzeugen aufgrund der Besucherströme. Noch immer waren die Zelte vom Thomas-Day vorhanden, doch mit zahlreichen Besuchern machte das ganze Museum einen sehr geschäftigen Eindruck. Zu meiner Freude öffnete sich plötzlich die Tür der Obushalle und nachdem ich schnell einige Fotos darin machen konnte, bevor sich die Türen wieder schlossen wurde ein Trolleybus ex Chicago herausgefahren. Mit diesem wurde dann den ganzen Tag gefahren, mit einem ziemlichen Tempo! Interessant ist das Oberleitungsdreieck (in den USA „Wye“ genannt) nahe dem Museumseingang. Mit Fahrgästen wird hier ruckzuck hinein- und dann rückwärts wieder heraus gefahren. Gute Fotomotive mit der Hochbahnhaltestelle im Museum und den zusätzlich kreuzenden Straßenbahnen auf dem Ring. Auf der „Main Line“ verkehrten neben dem Dieselzug heute ein Überland-Tw der Chicago, Aurora & Elgin sowie ein PCC-Pärchen der U-Bahn Chicago (einer mit Trolleystange, der andere ohne). Gegen Abend zog ein Wirbelsturm auf, den wir aber hinter uns lassen konnten zurück auf dem Weg nach Chicago.
12./13 Tag - New Orleans:
Am nächsten morgen ließ ich mich zum Flughafen bringen während der Freund noch vor dem Rückflug nach Kalifornien die neue „Pink Line“ der U-Bahn erkundete. Passende Werbebuttons dafür hatten wir bereits in der HwSt Skokie bekommen. Ich flog nach New Orleans, um zu sehen, wie sich die Stadt und die Straßenbahn von dem schrecklichen Sturm und anschließendem Hochwasser erholt. Der Flughafen machte einen Eindruck wie früher (wenn auch leerer), lediglich die Schlangen am Flughafentransfer-Minibusschalter zeigten, dass nicht alles so ist wie es früher war = es sind halt sehr wenig Touristen in der Stadt. Die Fahrt in die Stadt zeigte deutlich die spuren des Hochwassers. Überall Häuser mit der Kennzeichnung an der Front, die bei der ersten Durchsuchung nach Überlebenden von den Rettungskräften angebracht wurden. Die untere Zahl unter dem „X“ zeigte an, wie viele Leichen gefunden wurden. Zum Glück sieht man auch viele mit einer Null an dieser Stelle. Selbst am Depot Carrollton war die Kennzeichnung noch angebracht. Viele der Häuser entlang der Einfallstraße waren eindeutig unbewohnt und auch unbewohnbar. Mein Hotel im French Quarter wurde wohl nicht geplündert, so der Portier, hatte aber einen Schaden am Dach durch den Sturm und war lange geschlossen. Das Hotel sucht – wie viele andere - dringend Personal. Die Mehrheit der ursprünglichen Einwohner (primär die unteren Bevölkerungsschichten) sind noch nicht nach N.O. zurückgekehrt und werden es wohl auch nicht tun (wohin auch, wenn das Haus zerstört ist). Das French Quarter zeigte keinerlei Schäden aber es war deutlich zu sehen, das wenig Touristen unterwegs waren. Mein Ziel für den Rest des Tages war die aber Straßenbahn. Einige Wochen zuvor war der Fahrpreis wieder eingeführt worden. Tageskarten gibt es derzeit keine, also jedes Mal 1,25 Dollar in die Zahlbox einwerfen, „Transfers“ kosten 25ct extra. Es verkehren nur wenige Buslinien und bei der Straßenbahn herrschte ein 20 Minuten-Verkehr auf der Canal-Linie (sprich alle 40 Minuten ein Wagen vom French Market ehemals Esplanade auf der Riverfront-Linie nach Cemeteries bzw. City Park/Museum). Jede Linie benötigt zwei Fahrzeuge, zusätzlich verkehrte ein Tw alle 40 Minuten auf der Riverfront-Linie. Es waren nur grüne Perley Thomas-Wagen im Einsatz, der einzige nicht „abgesoffene“ modernisierte Perley Thomas-Wagen der Riverfront-Linie (seit kurzem blau lackiert) war leider defekt und stand im Depot Canal. Der lange Takt machte die Fotostops natürlich zu einer mühsamen Tortur. So nahm ich mitunter auch den auf der Canal verkehrenden SEV-Bus, allerdings kostete es viel Geld, da ich ja immer neu bezahlen musste (wenn ich nicht gerade ein „Transfer“ gekauft hatte). Für die St. Charles Linie (Bus-SEV) blieb am ersten Tag keine Zeit. Am zweiten Tag hatte ich mich mit Elmer von Dullen verabredet. Er war bis vor einem 3/4 Jahr der Werkstattleiter und „Erfinder“ der Neubau-Tw der Reihe 2000, die ja leider alle im Wasser standen und daher nicht mehr einsetzbar sind. Jetzt ist er pensioniert und schien sich darüber zu freuen, mal wieder etwas die Straßenbahn zu sehen. Zuerst fuhr er mich in seinem Auto durch die verwüstete Stadt, vor allem dorthin, wo die Dämme gebrochen waren. Heute sieht alles ziemlich harmlos aus, die meisten Müll- und Schuttberge sind verschwunden (es muss damals fürchterlich gestunken haben), viele Häuser sind schon abgerissen, die anderen unbewohnten stehen einfach so rum. Man sieht sehr wenig Leute, nur hier und da werden Häuser renoviert oder sogar neugebaut (oftmals Arzt- oder sonstigen Praxen). Danach fuhren wir die St. Charles Line ab und er hielt hier und da an um mit den Bauarbeitern der Fremdfirma zu sprechen, die hier gerade die Oberleitung austauschen (bei meinem Besuch waren fast alle der Oberleitungsmasten neu gesetzt, von der Oberleitung selbst fehlte aber jede Spur).Das Depot Carrollton machte einen mitgenommenen Eindruck. Überall liegt Müll herum und in den Hallen stehen mehr KFZ als Tw. Das hat es früher nicht gegeben, so Elmer. Wir sahen einige in Reparatur befindliche Wagen. Vor einigen Hallengleisen hat der Subunternehmer vergessen, die Oberleitung herunterzunehmen, die war halt im Plan nicht eingezeichnet. Nun, die gesamte Linie sollte ja sowieso eine neue Oberleitung erhalten, der Sturm hat es nur verzögert. Ab Ende 2007 will man hier wieder fahren, ab Ende 2006 sogar von der Canal bis zur Schleife Lee Circle. Im Prinzip sind genügend alte Perley Thomas-Wagen vorhanden, um alle 4 Linien zu bedienen. Nachdem ich mich von Elmer verabschiedet hatte, fuhr ich mit dem Bus-SEV nochmals die St. Charles Linie ab. Der Verkehr staut sich gelegentlich fürchterlich, nur wenige Ampeln abseits der Ausfallstraßen funktionieren wieder. Per Bus (mit Umsteigen und langen Wartezeiten) fuhr ich sodann zum Depot Canal und ging um den komplex herum. Das mobile Unterwerk aus Boston steht direkt an der Mauer außerhalb des Depots. Das Depot selbst war verschlossen (und abgeriegelt), mit dem Tele konnte ich einige der Tw mit Wasserschaden erlegen, auch zahlreiche grüne Wagen standen dort. Dann nochmals zu den Endstellen Cemeteries und City Park sowie French Market. Wie immer gelang es mir nicht eine Straßenbahn zusammen mit einem Güterzug auf der Hafenbahn aufzunehmen, bzw. nur die Güterwagen mit Straßenbahn. Die Eisenbahnlokführer scheinen immer zu warten, bis die Straßenbahn wegfährt – wenn ein Fotograf wartet… Lediglich die andere Endstelle der Riverfront-Linie habe ich nicht gesehen, mir wurde das letztendlich irgendwann zu teuer (und es wurde auch dunkel). Ich komme gewiss wieder hierher.
14. Tag - Tampa:
Eigentlich wollte ich nach Charlotte fahren, aber als ich bei meinen Recherchen feststellte, dass dort der „Heritage Trolley“ derzeit wegen Stadtbahnbaus nicht fährt, habe ich mir andere Städte in den USA angeschaut, die ich noch nicht kenne. In Florida war ich noch nie, gibt ja auch zu wenige Trolleys dort. Das mein Hotel direkt am Depot hatte ich gar nicht gedacht. Morgens also gleich los und per Tageskarte den ganzen Tag hin und her. Bis zum Mittag war es sehr schön, danach regnete es mitunter und im Hintergrund konnte man dunkle Gewitterwolken und vereinzelte Blitze sehen. Der kleine Betrieb gefällt mir sehr gut. Ein Depotbesuch (um den offenen „alten“ Gomaco-Tw zu sehen, die Fahrer mögen den nicht sonderlich weil man da im Freien steht und es ist ja so warm bzw. schwül in Florida…) hat leider nicht geklappt, weil ich etwas zu spät ins Depot ging und man dort gerade niemanden hatte, der mit mir hätte Rumgehen können. Aber der historische Birney-Tw steht ja immer draußen und ist durch den Gitterzaun gut zu fotografieren, wie auch weitere nicht eingesetzte Tw. Leider scheint es sehr wenig Fahrgäste zu geben auf der Linie und die Fahrer haben ernsthaft sorgen, dass der Betrieb irgendwann wieder eingestellt wird. Dabei wird gerade an einer Verlängerung ins Zentrum von Tampa herumgeplant. Ybor City gefällt mir sehr gut, wie eine amerikanische Kleinstadt aber mit Trolley! Von Tampa selbst habe ich wenig gesehen. Abends besuchte ich mit einem befreundeten Ehepaar das in der Nähe wohnt ein gutes kubanisches Restaurant.
15. Tag - Memphis:
Fast hätte ich Memphis auf dieser Reise nicht gesehen: der Anschlussflug in Atlanta wurde von mir verpasst, da mein gelandetes Flugzeug aus Tampa „stundenlang“ auf der Piste herumstand. In Atlanta kreuzen die gelandeten Flugzeuge zwei Startbahnen, zur HVZ bedeutete dies lange Warteschlangen – vor uns warteten schätzungsweise 15 Flugzeuge. Mein Ziel für den Abend war Little Rock. Als ich dann also mit einem späteren Flugzeug (das erste Ersatzflugzeug viel aus wegen eines Schadens) endlich in Memphis angekommen war, blieben nur 4 Stunden bis zum nächsten Flug. Also schnell das Gepäck aufgegeben und per Taxi zur Straßenbahn. Der Taxifahrer (aus Somalia) hatte überhaupt keinen Schimmer aber ich konnte ihn dann schließlich doch in die Main Street lotsen. Die Hauptlinie und die Ringlinie am Fluss kannte ich bereits von einem früheren Besuch, aber die neue Stadtbahn zum Krankenhaus (eigentlich den Krankenhäusern) an der Madison Avenue war neu. Mittlerweile fahren ja leider alle Tw mit Pantographen. Die Wagen aus New Orleans, die bei meinem letzten Besuch noch staubig in Riverfront-Lackierung im Depot standen, waren im Einsatz und auch ein Neubau-Tw von Gomaco. Das schöne Wetter und die guten Motive entlang der neuen Strecke und ein kurzer Abschlussbesuch am Busbahnhof North End (nahe dem Depot) haben mich dann doch noch versöhnt. Aber den Flughafen Atlanta werde ich künftig meiden.
16. Tag - Little Rock:
Auch das Hotel in Little Rock grenzte fast an die Straßenbahn. Diese kleine Bahn hat mir von allen bisher besuchten „Heritage Lines“ der USA am besten gefallen. Es fahren i.d.R. nur 2 Tw, am Wochenende aber 3 (leider war dafür das Depot geschlossen). Die Fahrer sind sehr interessiert und sehr freundlich zu den Touristen. Einwohner von Little Rock fahren m.E. mit der Bahn gar nicht – zumal auch auf der Ringbahn nur eine reine Touristengegend bedient wird. Ganz anders aber die (als Schleife befahrende) Strecke in North Little Rock. Hier fahren auch nur die Touristen mit der Bahn, steigen aber kaum aus, wenn überhaupt dann direkt am Fluss um das U-Boot zu besuchen oder mit dem Schiff zu fahren. North Little Rock ist eine total tote (aber keinesfalls ’runtergekommene) Kleinstadt. Außer dem Depot gibt es dort nach keinem Geschmack auch rein überhaupt gar nichts. Man ist direkt froh, wenn die Bahn die Straßenbahn die Brücke überquert und die Zivilisation von Little Rock erreicht. Die in den Bahnen angepriesenen Souvenirs des Betriebes gibt es leider nur im Busbahnhof, den die Strab nicht berührt und die Schalter dort waren natürlich am Samstag geschlossen. Die Verlängerung zur Clinton-Library war schon zu sehen, wenn auch noch ohne Oberleitung. Es gibt 5 Tw (alle von Gomaco), wobei zwei relativ neu sind. Einer davon war im Einsatz, der andere steht mangels Platz im Depot in einer Busgarage und wartet auf seinen großen Tag. Bei den beiden neuen Tw hat Gomaco erstmals keine alten Fahrschalter etc. eingebaut, die Technik ist „sichtbar“ moderner. Auch bei Little Rock habe ich mir vorgenommen wiederzukommen! Abends ging es dann per Flieger zurück zu den Freunden in Cincinnati – um noch etwas Kraft zu tanken für den Heimflug.
17. Tag - Arden:
Um mir noch etwas besonderes zu bieten, fuhren mich meine Freunde in das Straßenbahnmuseum Arden bei Pittsburgh. Ich war zwar schon mindestens 5x dort, aber alle anderen Museen sind zu weit weg von Cincinnati. Diesmal war ein Oldtimertag dort, sprich alte Autos und LKWs (und zwei alte Omnibusse) waren ebenfalls zu sehen. Ich fand es war insgesamt leider recht wenig los für so eine besondere Veranstaltung. Es fuhren – wie bei allen meinen Besuchen (so scheint es) der Philadelphia Suburban Tw 66 und der Wagen aus New Orleans. Interessant zu sehen, wie die Wagen ursprünglich in N.O. aussahen, die dort heute verkehrenden „alten“ grünen Perley Thomas-Wagen sind ja auch alle mehrfach umgebaut. Dieser hier hat noch einen Holzaufbau und „Löcher“ in den Sitzbänken früher Schilder zur Rassentrennung eingesteckt wurden – zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Neuzugang seit meinem letzten Besuch ist ein Wagen aus Rio de Janeiro, der schon eine Odyssee durch die USA erlebt hat. Er soll einen ähnlichen Wagen ersetzen, den das Museum seit Jahren hat. Letzterer befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Jetzt habe ich in den letzten 2 Jahren schon 5 Rio Tw gesehen (2x Mount Pleasant, 1x Rockhill Furnace und 2 in Arden). Der Philadelphia Suburban Tw 14 stand diesmal draußen (beim letzten Mal in der Halle mit einem Schaden, davor war er noch nicht betriebsfähig gewesen). Man versicherte mir, dass er wohl nicht mehr fahren wird heute, die beiden anderen Wagen reichen völlig aus. Und siehe da, kaum kommen wir mit dem Tw aus New Orleans wieder am Depot an ist der Platz leer und der Wagen macht seine einzige Fahrt an diesem Tag, ohne mich. Muss ich also doch noch ein 7. Mal wiederkommen (ob er dann wohl wieder nicht fährt)… Das stört mich an vielen Museen. Man hat einen langen Anfahrtsweg, kann nur 1x im Jahr dorthin und dann fahren immer die gleichen Fahrzeuge. Aber so ist halt das Leben. Dafür haben wir sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg wieder einmal im berühmten Mehlman’s Restaurant in St. Clairsville gespeist. Nahe Columbus haben wir dann noch in einem Feld einige abgestellte Straßenbahnen fotografiert, die ein Bekannter meiner Freunde dort lagert (Käufer finden sich für die Rostschüsseln gewiss nicht mehr). Ich wusste gar nicht, dass so viele der PCC-Wagen aus Pittsburgh überlebt haben (z.B. einer der in den 70er Jahren eine flache Front bekommen hat). Er hat auch noch andere PCCs dort aber fast alle in einem mehr als traurigem Zustand. Mindestens zwei 4000er PCCs sind aber auch dort, die wurden ja in den 80er Jahren in Pittsburgh komplett neugebaut. Manche Altbauwagen konnte ich gar nicht identifizieren, auch nicht den Wagenkasten aus Porto. Es wurde zu schnell dunkel. Nächstes Mal müssen wir da mal bei Tageslicht hin, am besten zusammen mit dem Eigentümer.
So, dass war meine Herbstreise in die USA. Zum Glück hat mir mein Knie keine Probleme gemacht. Die Freunde konnten sich noch gut an meinen Krückstock erinnern, den ich im März in Österreich benutzen musste. Die schöne Krücke nach der OP kennen sie nicht, ich brauche sie zum Glück auch seit Monaten nicht mehr. Mal sehen wohin wir im nächsten Herbst fahren. Im März 2007 geht es wieder nach Mailand und Turin, dann nach Salzburg, Dresden, Chemnitz, Jena, Naumburg, Hamburg, Skjoldenaesholm, Bremen, Brüssel und Ostende. In 2008 wollen die Amerikaner gern nach Polen und nach Prag (und wenn die Peter Witt-Wagen in Mailand noch fahren natürlich auch wieder dorthin).
PS: Aus Zeitgründen habe ich über meine Reisen 2007 mit den Freunden aus Amerika bisher nichts niedergeschrieben. Unter http://vdva.wordpress.com habe ich allerdings etwas zur Polenreise 2008 verfaßt.
1. Tag - Chicago: South Shore
Eine Depotbesichtigung bzw. Führerstandsmitfahrt wurde mir leider vorab angesichts der sogen. "Sicherheitslage" verwehrt (ich hatte auch gar nicht mit einer Zusage gerechnet ... die South Shore ist halt eine "Eisenbahn"), so blieb nur eine reguläre Bereisung. Aufgrund der ziemlich hohen Fahrpreise und doch recht spärlichen Zugfolge habe ich (und ein aus San Francisco angereister Freund) mich dann doch für eine Bereisung per Auto entschlossen. An der Endstelle in Chicago schnell noch einige Fahrpläne geholt (hatte die Internetausdrucke im Hotel vergessen). Zuerst fuhren wir noch schnell die S-Bahn nach Ost-Chicago ab, die hier wie eine Überlandbahn in Straßenmitte (wenn auch mit Zaun) verkehrt - leider zeigte sich kein Zug. Die meisten Stationen sind leider bereits modernisiert. In Gary (Metro) dann erstes
Treffen mit der South Shore. Der Bahnhof mit Mittelbahnsteig – ähnlich einer Hochbahnstation - ist nicht wirklich zum Fotografieren geeignet, zumal das Abstellgleis dahinter (mit einem Zug belegt) nur von der Schnellstraße aus einsehbar ist. Da ich die South Shore bereits vor 2 Jahren abgefahren bin (damals im Zug) und unterwegs wenig Zeit für Fotos hatte, wollte ich mir dieses Jahr speziell die in Michigan City in der 11. Straße verlaufende eingleisige Strecke ansehen. Das hübsche alte Empfangsgebäude ist leider stillgelegt. Die "Durchfahrt" eines 6-Wagenzuges ist dennoch sehr imposant; an der Kreuzung bekommt der Zug kein grünes Licht und mit viel Lärm zuckelt er - unbeeindruckt vom Verkehrschaos ringsherum - dann Richtung Chicago. Da der nächste Zug erst in 1 1/2 Stunden erwartet wird fahren wir weiter nach Beverly Shores, wo eines der ursprünglich typischen kleinen Bahnhofshäuschen im mexikanischen Landhausstil restauriert steht (allerdings als lokales Museum genutzt). Der Betriebshof in Michigan City ist von außen kaum noch einsehbar und nachdem uns der Sheriff in seinem SUV auf dem Mitarbeiterparkplatz etwas grimmig anschaute, fuhren wir lieber schnell weiter - das Schild "nur für Mitarbeiter" war aber auch wirklich leicht zu übersehen (und der öffentliche P+R-Parkplatz bis zum letzten Platz gefüllt)...
Für einen Zug war es in Beverly Shores noch zu früh, also weiter zum Sitz der Gesellschaft im Bahnhof Dune Park (hier war nur noch 1 Parkplatz frei auf dem P+R-Platz). Hier wurden wir von zwei durchfahrenden Dieselloks (gekuppelt) der South Shore überrascht, die wohl schnell (es fühlte sich an, als ob ein ICE durchrauscht) die Strecke freimachen mussten um den nächsten Personenzug nicht aufzuhalten. Schade, dass der Güterverkehr nicht mehr elektrisch gefahren wird. Noch schnell den Planzug fotografiert und dann weiter zurück nach Chicago. Leider machte uns der einsetzende Feierabendverkehr und die fehlenden Parkmöglichkeiten (unterwegs verloren wir dann auch noch etwas die Orientierung, warum fährt die Bahn auch nicht immer entlang der Straßen...) etwas zu schaffen, also zurück zum Hotel. Für den ersten Tag reichte das auch, die Zeitverschiebung machte sich bei uns beiden bemerkbar. Vom Auto aus haben wir zahlreiche gute Fotostandpunkte gesehen, die wir bei einem künftigen Besuch dann gewiss aufsuchen werden, hoffentlich ist bis dahin die Ortsdurchfahrt in Michigan City noch nicht von der geplanten Umgehungsstrecke abgelöst.
2. Tag - Kenosha und East Troy:
Auch Kenosha hatten wir vor 2 Jahren schon besucht. Damals fuhr nur ein PCC-Tw im Linienbetrieb (wie immer) und um einfach mehr Fotomöglichkeiten zu haben, hatte ich vorher eine Sonderfahrt bestellt. Mittags fuhr dann noch ein dritter Tw, der vom Musikfestival bestellt wurde, welches am "äußeren Ende" der Ringstrecke abgehalten wurde. Ein sehr freundlicher Fahrer ermöglichte uns diverse Fotohalte und auch die beiden nachfolgenden Wagen spielten perfekt mit. Die Fahrgäste wollten natürlich immer in den ersten (unseren) Wagen einsteigen, aber da die beiden anderen oft direkt nachfolgten war dies kein Problem, manche nutzen gar die Möglichkeit selbst Fotos zu machen. Ein Freund aus Chicago und eine neue Bekanntschaft aus den Südstaaten hatten sich uns in Kenosha angeschlossen. Eine Depotbesichtung bildete den Abschluss unseres Besuchs. Weiterfahrt nach East Troy. Hier hatte ich eine weitere Sonderfahrt organisiert mit dem Strafford-Tw ex Philadelphia & Western. Anders als bei der Sonderfahrt vor zwei Jahren befuhren wir auch das letzte Stück der Strecke (Verbindung zur Eisenbahn) und zudem erstmals (für mich) die Güterstichstrecke in East Troy. Zahlreiche Fotohalte an den besten Lokationen (in Funkabstimmung mit dem regulär verkehrenden Tw ex Milwaukee) wurden natürlich eingelegt. Güterverkehr scheint kaum noch stattzufinden, die Museumsbahn hingegen war gut besucht. Nach einem Depotbesuch (nächstes Mal mieten wir gewiss den Sheboygen-Überland-Tw) erfuhren wir noch, dass abends eine Bierbahn verkehrt. Dies war ein ET-Pärchen ex South Shore, normalerweise eingesetzt als rollendes Restaurant. Mit dem Auto konnten wir dies sehr schön verfolgen und das Fahrpersonal (das gleiche wie bei unserer Sonderfahrt zuvor) winkte eifrig. Da muss man einfach wiederkommen! Auf dem Rückweg dann ein nicht so schönes Ereignis: an einer der Kassenstellen (Toll Plaza) auf der Autobahn brannte ein LKW vier Fahrspuren entfernt (hinter einer niedrigen Betonwand) und während die Feuerwehr noch löschte explodierte der Tank. Der Druck war deutlich zu spüren. Wir mussten also die Spur benutzen, die nicht zum Barzahlen geeignet war, zum Glück ist bis heute kein Strafzettel über die Autovermietung gekommen. Abends besuchten wir einen weiteren Freund (Busfahrer in Chicago), der uns per Auto und zu Fuß einige erhaltene Stationen der North Shore Überlandstrab zeigte, bevor wir dann in ein deutsches Pfannkuchenhaus einzogen.
3. Tag - Fox River und Union:
Meine letzte Sonderfahrt hatte ich für Fox River geplant. Auch dort verkehren ja meistens die gleichen Wagen und die hatte ich vor 2 Jahren bereits im Einsatz gesehen. Mit lag der PCC-„Gelenkzug“ ex Chicago am Herzen, der scheinbar nur selten benutzt wird. Da wir wie verabredet 1 Stunde vor Öffnung des Museums eintrafen, hatten wir die Strecke ganz für uns allein. Bei den zahlreichen Fotohalten mussten wir (mangels Hochbahnsteigen unterwegs) immer durch die Fronttür und dann per der im Wagen mitgeführten Holzklappleiter runter- und raufklettern. Anschließend war noch Zeit für eine reguläre Mitfahrt mit dem ältesten Chicago-Aurora & Elgin-Tw und auch einem der älteren (pre-PCC) Chicagoer U-Bahnwagen. Jetzt wurde es Zeit zum Museum nach Union zu fahren, früher hätte man das mit der Überlandstraßenbahn direkt von Fox River (Elgin) aus machen können… Dort angekommen überraschte uns der große andrang kaum. Es war „Thomas (the Tank Engine) Day“. Tausende von Kleinkindern mit Eltern hatten das Museum komplett in Beschlag genommen. Das wussten wir natürlich vorher. Der Vorteil war, das an diesem Tag halt mehr Material eingesetzt wurde als an einem regulären Öffnungstag: 4 Straßenbahnen auf dem Museumsring und zwei elektrische Züge (ein North Shore-Pärchen und zudem ein 3-Wagenzug alter U-Bahnen aus Chicago – plus der Diesel-Eisenbahnzug) auf der „Main Line“ und zusätzlich noch der Thomas-Zug mit Dieseltraktion und dem Thomas-„Dummy“ (den wir ignorierten, schließlich war „Toby the Tram“ nicht anwesend). Auch eine Fotomöglichkeit mit dem „Fat Controller“ ließen wir verstreichen, die Schlangen waren riesig. Insgesamt ein sehr interessanter Tag in Union, und wir sollten auf dieser Reise noch 2x erneut dorthin kommen. Abends dann ein Diaabend bei einem Freund in Chicago.
4./5. Tag - Cincinnati:
Per Mietauto ging es von Chicago nach Cincinnati. Unterwegs schauten wir uns noch das hübsche Stadtzentrum von Lafayette an und die riesigen Maisfelder Indianas konnten wir bei einer unfallbedingten Umleitung über unbefestigte Landstraßen kennen lernen. In Cincinnati gibt es ja leider keine Straßenbahnen mehr und die geplante Stadtbahn (mit Nutzung des vorhandenen Innenstadttunnels aus den 20er Jahren, der nie in Betrieb ging) ist politisch tot. Aber in Newport gibt es ein nettes Hofbräuhaus und mit dem restaurierten Ford A (Baujahr 192x) eines Freundes fuhren wir die ehemaligen Straßenbahnhighlights (und da gab es viele, Cincinnati ist sehr hügelig) ab. Den geplanten Besuch der Trolleybusse in Dayton ließen wir ausfallen. Ich war dort schon vor einem Jahr.
6. Tag - Union:
Am 6. Tag ging es wieder zurück nach Chicago, diesmal im Konvoi (unserem „Sedan“ und 2 „Vans“) mit 14 Leuten. Am späten Nachmittag trafen wir in einem dann schon ziemlich leeren Museum (Union) ein. Die Zelte vom Thomas-Day standen noch doch es herrschte öde Leere. Wir hatten viel Zeit uns alle Abstellhallen anzusehen. Union hat ja hunderte von Wagen, leider fahren immer nur wenige davon und viele müssen erst noch restauriert werden, obwohl fast alle fahrfähig sind). Mit einem Illinois Traction-Tw machten wir anschließend eine Sonderfahrt (hier war ich nur Gast) über den Ring und dann 2x über die Main Line. Diesmal waren natürlich Fotohalte möglich (nicht im regulärem Fahrbetrieb) und einige der Teilnehmer durften sogar den Wagen selbst fahren. Schade, dass es sich um den an diesem Tag regulär eingesetzten Wagen handelte, der auch schon am Thomas-Day fuhr und auch bei meinem dritten Besuch wider fuhr. Mit Einbruch der Dunkelheit fuhren wir zurück ins Hotel nach Chicago (Arlington Heights).
7. Tag - Chicago, Rockford & Dubuque:
Das eigentliche Ziel der diesjährigen Rundfahrt, Iowa, erreichten wir an diesem Tag erstmals. Zuvor besuchten wir morgens noch die Hauptwerkstatt der U-Bahn von Chicago in Skokie. In zwei Gruppen wurden wir „helmtragend“ herumgeführt. Leider gibt es kaum Sonderfahrzeuge im Betrieb, aber zwei Flachwagen und einige Rangiergeräte konnten wir fotografieren, sowie einen Schleifzug (der interessante aus alten Hochbahnwagen umgebaute Vorgänger ist leider schon Geschichte). Insgesamt ein sehr interessanter Besuch, zumal wir den Museumszug in der Werkstatthalle vorfanden. Er wird leider nunmehr nur noch sehr selten eingesetzt. In Rockford fand eine Sonderfahrt mit dem dort vorhandenen Brill-Nachbau statt. Er wird durch einen VW-Motor angetrieben (Propangas) und rumpelt über eine (Güter-)Eisenbahnstrecke, die noch in Betrieb ist. Die Betriebssaison war bereits beendet aber für uns machte man eine Ausnahme und verzögerte die Wintereinmottung. Die Fahrten können aus Sicherheitsgründen immer nur an Tagen stattfinden, an denen die Eisenbahn nicht verkehrt – man wechselt sich also ab. Wir hörten, das ein neues Fahrzeug den bisherigen Tw ablösen soll. In Dubuque hatten wir dann endlich Iowa erreicht. Eine kleine Standseilbahn führt hier an Stelle einer Straße hinauf in ein Wohngebiet auf einem Berg. Im Dunkeln dann weiterfahrt bis Mason City.
8. Tag - Mason City:
Nach der langen Fahrt am Vortag konnten sich 50% der Freunde am nächsten Tag nicht dazu aufraffen, den morgendlichen Rangierbetrieb auf der elektrischen Güterbahn (früher eine Überlandstraßenbahn zwischen Mason City und Clear Lake) anzusehen. Wir anderen wurden dafür reichlich (mit Fotomotiven) belohnt. I.d.R. stehen zwei der 4 E-Loks nahe der Übergabestelle zur Eisenbahn bzw. an der 19. Straße am Abzweig zum Industriekunden AGP. Das Personal erscheint per Auto und führt dann die Rangierbewegungen durch. Später dann werden die Loks dort wieder abgestellt. Einige aus unserer Gruppe fuhren anschließend noch zum Depot Emery, wo später weiteres Rangieren stattfand (benachbarter Schrotthändler), leider habe ich das verpasst. Nachmittags trafen wir uns dann alle am Depot und zusammen mit diversen weiteren Straßenbahnfreunden aus der Umgebung (teilweise auch aus Chicago und St. Louis) um mit dem vorhandenen Museums-Tw ex North Shore eine Sonderfahrt zu machen. Leider konnten wir aufgrund des schlechten Gleiszustandes nicht die Strecke nach Clear Lake befahren und auch nicht den östlichen Abschnitt der 19. Straße. In Clear Lake gibt es ein Museum, leider geschlossen. Es soll aber noch ein PCC aus San Francisco vorhandensein dort. Unser Museumswagen gehörte früher auch zu diesem Museum und war dort beheimatet. Unsere Sonderfahrt wurde sogar von der örtlichen Presse begleitet, scheinbar finden sich selten so viele Fans auf einmal ein. In der Wagenhalle in Emery steht noch ein Überland-ATw (ebenfalls ex North Shore), der aber scheinbar nicht mehr fahrfähig ist. Im Freigelände sind zahlreiche Güterwaggons zu finden und urige Schneepflüge. Unsere Sonderfahrt wurde sogar unterbrochen um einen weiteren Verschub von Güterwagen durchzuführen, weitere schöne Fotografiermöglichkeiten für uns (und für alle jene, die es morgen nicht geschafft hatten). Besucher sollten sich darauf einstellen, dass nur morgens regulärer Rangierbetrieb stattfindet – wenn überhaupt. Danach ruht der Betrieb.
9. Tag - Boone:
Die Boone & Scenic Valley Railroad war früher eine Überlandstraßenbahn (Ft. Dodge, Des Moines & Southern). Heute wird die „Main Line“ nur von Diesel- und Dampfzügen betrieben, die Fahrleitung ist lange entfernt. In der Stadt Boone selbst verkehrt allerdings auf einer kleinen Strecke ein Überland-Straßenbahnwagen, der früher einmal in Charles City zu Hause war. Das Museum beherbergt auch einige South Shore-Wagen, die fallweise auch auf der elektrifizierten Strecke verkehren sollen, aber früher primär als Personenwagen für die Dampfbahn herhielten. Leider fand sich niemand, der uns den in einer Wagenhalle stehenden sogen. Jones-Tw aus Des Moines zeigen konnte. Scheinbar ist die Aufarbeitung dieser Straßenbahn derzeit eingestellt. Die Boone & Scenic Valley Railroad ist bekannt für die chinesische Dampflok JS8419 (2-8-2-), letztgebaute Dampflok des Werks Datong – sie kam 1989 nach Boone. Während meine Freunde mit der Dampfbahn fuhren unterhielt ich mich lieber mit dem Straßenbahnfahrer, eine weitere Fahrt damit viel aufgrund fehlender Fahrgäste leider aus (die fuhren alle mit der Eisenbahn). Auf dem Weg zum Motel nahe Iowa City sahen wir einen alten Straßenbahnwagen, der als Schuppen genutzt wurde. Leider war es für eine Erkundungstour schon zu spät und der Regen zog auf für sein Schauspiel am nächsten Tag.
10. Tag - Mount Pleasant:
Einmal im Jahr findet an einigen Tagen die Midwest (oder auch Old) Threshers Reunion statt. Es ist vergleichbar mit einem County Fair in den USA, also einer Mischung aus Rummelplatz und lokalem „Bauernfest“. Hier verkehrt eine schmalspurigen Dampfbahn und es werden Dampftraktoren und ähnliche ländliche Museumsfahrzeuge präsentiert. Die Teilnehmer der Reunion bringen Ihre Wohnwagen hierher. Neben den Festaktivitäten gibt es also einen riesigen Campingplatz und besonders hierfür wurde die Straßenbahn gebaut: Unser Ziel war natürlich die Ringstraßenbahn. Sie verkehrt zwar auch außerhalb der Reunion, doch während dieses Festes im Herbst wird im 3-Minuten-Takt gefahren, mit allem was vorhanden ist: zwei offenen Tw aus Rio de Janeiro, ein Peter-Witt-Tw aus Mailand, ein Überland-Tw ex Chicago, Aurora & Elgin, einem Tw ex Waterloo, Cedar Falls & Northern (ex Knoxville) und ein kleiner Überland-Tw der Southern Iowa Railway (der leider nicht fuhr). Zudem ist ein ATw aus Boston vorhanden. Die früher vorhandenen zwei PCCs aus Bosten wurden gegen den Ventotto-Tw aus Mailand eingetauscht (der kam vom Fahrzeughersteller Hersteller Gomaco, die PCCs gingen dorthin). Während unseres Besuchs in Mount Pleasant hat es leider fast durchgehend geregnet. Es war der einzige Tag auf meiner Reise, bei dem das Wetter gar nicht
mitspielte. Zum glück blieben die beiden (seitlich) offenen Tw aus Brasilien aber den ganzen Tag im Einsatz. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Bezahlen. Nur am „Main Depot“ kostet das Einsteigen Geld. Nach einer kompletten Runde kann man aber i.d.R. sitzen bleiben und wird dadurch nicht erneut zur Kasse gebeten. Wenn man immer nur an den Unterwegshaltestellen ein- und aussteigt, fährt man gänzlich kostenlos – nun, den Eintritt zum Gelände muss man sowieso bezahlen. Die meisten regulären Fahrgäste steigen aber am „Main Depot“ brav aus. Ich hatte eine Tageskarte gekauft und konnte diese später an einen Freund verschenken, der nicht zusammen mit unserer Gruppe angereist war. Trotz des Regens bin ich kaum nass geworden und es ergaben sich auch noch zahlreiche gute Fotomotive, wenn auch gänzlich ohne Sonne und blauen Himmel. Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen von den Freunden aus Cincinnati. Sie fuhren zurück nach Hause, während ich mit dem Freund aus S.F. erneut nach Chicago fuhr. Für alle eine lange Fahrt. Schade, dass es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den „Autobahnen“ gibt…
11. Tag - Union:
Dreimal das gleiche Museum in einer Woche? Ja, Union ist es allemal wert. Heute war Labor Day, sprich ein dichterer Takt mit mehreren Fahrzeugen aufgrund der Besucherströme. Noch immer waren die Zelte vom Thomas-Day vorhanden, doch mit zahlreichen Besuchern machte das ganze Museum einen sehr geschäftigen Eindruck. Zu meiner Freude öffnete sich plötzlich die Tür der Obushalle und nachdem ich schnell einige Fotos darin machen konnte, bevor sich die Türen wieder schlossen wurde ein Trolleybus ex Chicago herausgefahren. Mit diesem wurde dann den ganzen Tag gefahren, mit einem ziemlichen Tempo! Interessant ist das Oberleitungsdreieck (in den USA „Wye“ genannt) nahe dem Museumseingang. Mit Fahrgästen wird hier ruckzuck hinein- und dann rückwärts wieder heraus gefahren. Gute Fotomotive mit der Hochbahnhaltestelle im Museum und den zusätzlich kreuzenden Straßenbahnen auf dem Ring. Auf der „Main Line“ verkehrten neben dem Dieselzug heute ein Überland-Tw der Chicago, Aurora & Elgin sowie ein PCC-Pärchen der U-Bahn Chicago (einer mit Trolleystange, der andere ohne). Gegen Abend zog ein Wirbelsturm auf, den wir aber hinter uns lassen konnten zurück auf dem Weg nach Chicago.
12./13 Tag - New Orleans:
Am nächsten morgen ließ ich mich zum Flughafen bringen während der Freund noch vor dem Rückflug nach Kalifornien die neue „Pink Line“ der U-Bahn erkundete. Passende Werbebuttons dafür hatten wir bereits in der HwSt Skokie bekommen. Ich flog nach New Orleans, um zu sehen, wie sich die Stadt und die Straßenbahn von dem schrecklichen Sturm und anschließendem Hochwasser erholt. Der Flughafen machte einen Eindruck wie früher (wenn auch leerer), lediglich die Schlangen am Flughafentransfer-Minibusschalter zeigten, dass nicht alles so ist wie es früher war = es sind halt sehr wenig Touristen in der Stadt. Die Fahrt in die Stadt zeigte deutlich die spuren des Hochwassers. Überall Häuser mit der Kennzeichnung an der Front, die bei der ersten Durchsuchung nach Überlebenden von den Rettungskräften angebracht wurden. Die untere Zahl unter dem „X“ zeigte an, wie viele Leichen gefunden wurden. Zum Glück sieht man auch viele mit einer Null an dieser Stelle. Selbst am Depot Carrollton war die Kennzeichnung noch angebracht. Viele der Häuser entlang der Einfallstraße waren eindeutig unbewohnt und auch unbewohnbar. Mein Hotel im French Quarter wurde wohl nicht geplündert, so der Portier, hatte aber einen Schaden am Dach durch den Sturm und war lange geschlossen. Das Hotel sucht – wie viele andere - dringend Personal. Die Mehrheit der ursprünglichen Einwohner (primär die unteren Bevölkerungsschichten) sind noch nicht nach N.O. zurückgekehrt und werden es wohl auch nicht tun (wohin auch, wenn das Haus zerstört ist). Das French Quarter zeigte keinerlei Schäden aber es war deutlich zu sehen, das wenig Touristen unterwegs waren. Mein Ziel für den Rest des Tages war die aber Straßenbahn. Einige Wochen zuvor war der Fahrpreis wieder eingeführt worden. Tageskarten gibt es derzeit keine, also jedes Mal 1,25 Dollar in die Zahlbox einwerfen, „Transfers“ kosten 25ct extra. Es verkehren nur wenige Buslinien und bei der Straßenbahn herrschte ein 20 Minuten-Verkehr auf der Canal-Linie (sprich alle 40 Minuten ein Wagen vom French Market ehemals Esplanade auf der Riverfront-Linie nach Cemeteries bzw. City Park/Museum). Jede Linie benötigt zwei Fahrzeuge, zusätzlich verkehrte ein Tw alle 40 Minuten auf der Riverfront-Linie. Es waren nur grüne Perley Thomas-Wagen im Einsatz, der einzige nicht „abgesoffene“ modernisierte Perley Thomas-Wagen der Riverfront-Linie (seit kurzem blau lackiert) war leider defekt und stand im Depot Canal. Der lange Takt machte die Fotostops natürlich zu einer mühsamen Tortur. So nahm ich mitunter auch den auf der Canal verkehrenden SEV-Bus, allerdings kostete es viel Geld, da ich ja immer neu bezahlen musste (wenn ich nicht gerade ein „Transfer“ gekauft hatte). Für die St. Charles Linie (Bus-SEV) blieb am ersten Tag keine Zeit. Am zweiten Tag hatte ich mich mit Elmer von Dullen verabredet. Er war bis vor einem 3/4 Jahr der Werkstattleiter und „Erfinder“ der Neubau-Tw der Reihe 2000, die ja leider alle im Wasser standen und daher nicht mehr einsetzbar sind. Jetzt ist er pensioniert und schien sich darüber zu freuen, mal wieder etwas die Straßenbahn zu sehen. Zuerst fuhr er mich in seinem Auto durch die verwüstete Stadt, vor allem dorthin, wo die Dämme gebrochen waren. Heute sieht alles ziemlich harmlos aus, die meisten Müll- und Schuttberge sind verschwunden (es muss damals fürchterlich gestunken haben), viele Häuser sind schon abgerissen, die anderen unbewohnten stehen einfach so rum. Man sieht sehr wenig Leute, nur hier und da werden Häuser renoviert oder sogar neugebaut (oftmals Arzt- oder sonstigen Praxen). Danach fuhren wir die St. Charles Line ab und er hielt hier und da an um mit den Bauarbeitern der Fremdfirma zu sprechen, die hier gerade die Oberleitung austauschen (bei meinem Besuch waren fast alle der Oberleitungsmasten neu gesetzt, von der Oberleitung selbst fehlte aber jede Spur).Das Depot Carrollton machte einen mitgenommenen Eindruck. Überall liegt Müll herum und in den Hallen stehen mehr KFZ als Tw. Das hat es früher nicht gegeben, so Elmer. Wir sahen einige in Reparatur befindliche Wagen. Vor einigen Hallengleisen hat der Subunternehmer vergessen, die Oberleitung herunterzunehmen, die war halt im Plan nicht eingezeichnet. Nun, die gesamte Linie sollte ja sowieso eine neue Oberleitung erhalten, der Sturm hat es nur verzögert. Ab Ende 2007 will man hier wieder fahren, ab Ende 2006 sogar von der Canal bis zur Schleife Lee Circle. Im Prinzip sind genügend alte Perley Thomas-Wagen vorhanden, um alle 4 Linien zu bedienen. Nachdem ich mich von Elmer verabschiedet hatte, fuhr ich mit dem Bus-SEV nochmals die St. Charles Linie ab. Der Verkehr staut sich gelegentlich fürchterlich, nur wenige Ampeln abseits der Ausfallstraßen funktionieren wieder. Per Bus (mit Umsteigen und langen Wartezeiten) fuhr ich sodann zum Depot Canal und ging um den komplex herum. Das mobile Unterwerk aus Boston steht direkt an der Mauer außerhalb des Depots. Das Depot selbst war verschlossen (und abgeriegelt), mit dem Tele konnte ich einige der Tw mit Wasserschaden erlegen, auch zahlreiche grüne Wagen standen dort. Dann nochmals zu den Endstellen Cemeteries und City Park sowie French Market. Wie immer gelang es mir nicht eine Straßenbahn zusammen mit einem Güterzug auf der Hafenbahn aufzunehmen, bzw. nur die Güterwagen mit Straßenbahn. Die Eisenbahnlokführer scheinen immer zu warten, bis die Straßenbahn wegfährt – wenn ein Fotograf wartet… Lediglich die andere Endstelle der Riverfront-Linie habe ich nicht gesehen, mir wurde das letztendlich irgendwann zu teuer (und es wurde auch dunkel). Ich komme gewiss wieder hierher.
14. Tag - Tampa:
Eigentlich wollte ich nach Charlotte fahren, aber als ich bei meinen Recherchen feststellte, dass dort der „Heritage Trolley“ derzeit wegen Stadtbahnbaus nicht fährt, habe ich mir andere Städte in den USA angeschaut, die ich noch nicht kenne. In Florida war ich noch nie, gibt ja auch zu wenige Trolleys dort. Das mein Hotel direkt am Depot hatte ich gar nicht gedacht. Morgens also gleich los und per Tageskarte den ganzen Tag hin und her. Bis zum Mittag war es sehr schön, danach regnete es mitunter und im Hintergrund konnte man dunkle Gewitterwolken und vereinzelte Blitze sehen. Der kleine Betrieb gefällt mir sehr gut. Ein Depotbesuch (um den offenen „alten“ Gomaco-Tw zu sehen, die Fahrer mögen den nicht sonderlich weil man da im Freien steht und es ist ja so warm bzw. schwül in Florida…) hat leider nicht geklappt, weil ich etwas zu spät ins Depot ging und man dort gerade niemanden hatte, der mit mir hätte Rumgehen können. Aber der historische Birney-Tw steht ja immer draußen und ist durch den Gitterzaun gut zu fotografieren, wie auch weitere nicht eingesetzte Tw. Leider scheint es sehr wenig Fahrgäste zu geben auf der Linie und die Fahrer haben ernsthaft sorgen, dass der Betrieb irgendwann wieder eingestellt wird. Dabei wird gerade an einer Verlängerung ins Zentrum von Tampa herumgeplant. Ybor City gefällt mir sehr gut, wie eine amerikanische Kleinstadt aber mit Trolley! Von Tampa selbst habe ich wenig gesehen. Abends besuchte ich mit einem befreundeten Ehepaar das in der Nähe wohnt ein gutes kubanisches Restaurant.
15. Tag - Memphis:
Fast hätte ich Memphis auf dieser Reise nicht gesehen: der Anschlussflug in Atlanta wurde von mir verpasst, da mein gelandetes Flugzeug aus Tampa „stundenlang“ auf der Piste herumstand. In Atlanta kreuzen die gelandeten Flugzeuge zwei Startbahnen, zur HVZ bedeutete dies lange Warteschlangen – vor uns warteten schätzungsweise 15 Flugzeuge. Mein Ziel für den Abend war Little Rock. Als ich dann also mit einem späteren Flugzeug (das erste Ersatzflugzeug viel aus wegen eines Schadens) endlich in Memphis angekommen war, blieben nur 4 Stunden bis zum nächsten Flug. Also schnell das Gepäck aufgegeben und per Taxi zur Straßenbahn. Der Taxifahrer (aus Somalia) hatte überhaupt keinen Schimmer aber ich konnte ihn dann schließlich doch in die Main Street lotsen. Die Hauptlinie und die Ringlinie am Fluss kannte ich bereits von einem früheren Besuch, aber die neue Stadtbahn zum Krankenhaus (eigentlich den Krankenhäusern) an der Madison Avenue war neu. Mittlerweile fahren ja leider alle Tw mit Pantographen. Die Wagen aus New Orleans, die bei meinem letzten Besuch noch staubig in Riverfront-Lackierung im Depot standen, waren im Einsatz und auch ein Neubau-Tw von Gomaco. Das schöne Wetter und die guten Motive entlang der neuen Strecke und ein kurzer Abschlussbesuch am Busbahnhof North End (nahe dem Depot) haben mich dann doch noch versöhnt. Aber den Flughafen Atlanta werde ich künftig meiden.
16. Tag - Little Rock:
Auch das Hotel in Little Rock grenzte fast an die Straßenbahn. Diese kleine Bahn hat mir von allen bisher besuchten „Heritage Lines“ der USA am besten gefallen. Es fahren i.d.R. nur 2 Tw, am Wochenende aber 3 (leider war dafür das Depot geschlossen). Die Fahrer sind sehr interessiert und sehr freundlich zu den Touristen. Einwohner von Little Rock fahren m.E. mit der Bahn gar nicht – zumal auch auf der Ringbahn nur eine reine Touristengegend bedient wird. Ganz anders aber die (als Schleife befahrende) Strecke in North Little Rock. Hier fahren auch nur die Touristen mit der Bahn, steigen aber kaum aus, wenn überhaupt dann direkt am Fluss um das U-Boot zu besuchen oder mit dem Schiff zu fahren. North Little Rock ist eine total tote (aber keinesfalls ’runtergekommene) Kleinstadt. Außer dem Depot gibt es dort nach keinem Geschmack auch rein überhaupt gar nichts. Man ist direkt froh, wenn die Bahn die Straßenbahn die Brücke überquert und die Zivilisation von Little Rock erreicht. Die in den Bahnen angepriesenen Souvenirs des Betriebes gibt es leider nur im Busbahnhof, den die Strab nicht berührt und die Schalter dort waren natürlich am Samstag geschlossen. Die Verlängerung zur Clinton-Library war schon zu sehen, wenn auch noch ohne Oberleitung. Es gibt 5 Tw (alle von Gomaco), wobei zwei relativ neu sind. Einer davon war im Einsatz, der andere steht mangels Platz im Depot in einer Busgarage und wartet auf seinen großen Tag. Bei den beiden neuen Tw hat Gomaco erstmals keine alten Fahrschalter etc. eingebaut, die Technik ist „sichtbar“ moderner. Auch bei Little Rock habe ich mir vorgenommen wiederzukommen! Abends ging es dann per Flieger zurück zu den Freunden in Cincinnati – um noch etwas Kraft zu tanken für den Heimflug.
17. Tag - Arden:
Um mir noch etwas besonderes zu bieten, fuhren mich meine Freunde in das Straßenbahnmuseum Arden bei Pittsburgh. Ich war zwar schon mindestens 5x dort, aber alle anderen Museen sind zu weit weg von Cincinnati. Diesmal war ein Oldtimertag dort, sprich alte Autos und LKWs (und zwei alte Omnibusse) waren ebenfalls zu sehen. Ich fand es war insgesamt leider recht wenig los für so eine besondere Veranstaltung. Es fuhren – wie bei allen meinen Besuchen (so scheint es) der Philadelphia Suburban Tw 66 und der Wagen aus New Orleans. Interessant zu sehen, wie die Wagen ursprünglich in N.O. aussahen, die dort heute verkehrenden „alten“ grünen Perley Thomas-Wagen sind ja auch alle mehrfach umgebaut. Dieser hier hat noch einen Holzaufbau und „Löcher“ in den Sitzbänken früher Schilder zur Rassentrennung eingesteckt wurden – zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Neuzugang seit meinem letzten Besuch ist ein Wagen aus Rio de Janeiro, der schon eine Odyssee durch die USA erlebt hat. Er soll einen ähnlichen Wagen ersetzen, den das Museum seit Jahren hat. Letzterer befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Jetzt habe ich in den letzten 2 Jahren schon 5 Rio Tw gesehen (2x Mount Pleasant, 1x Rockhill Furnace und 2 in Arden). Der Philadelphia Suburban Tw 14 stand diesmal draußen (beim letzten Mal in der Halle mit einem Schaden, davor war er noch nicht betriebsfähig gewesen). Man versicherte mir, dass er wohl nicht mehr fahren wird heute, die beiden anderen Wagen reichen völlig aus. Und siehe da, kaum kommen wir mit dem Tw aus New Orleans wieder am Depot an ist der Platz leer und der Wagen macht seine einzige Fahrt an diesem Tag, ohne mich. Muss ich also doch noch ein 7. Mal wiederkommen (ob er dann wohl wieder nicht fährt)… Das stört mich an vielen Museen. Man hat einen langen Anfahrtsweg, kann nur 1x im Jahr dorthin und dann fahren immer die gleichen Fahrzeuge. Aber so ist halt das Leben. Dafür haben wir sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg wieder einmal im berühmten Mehlman’s Restaurant in St. Clairsville gespeist. Nahe Columbus haben wir dann noch in einem Feld einige abgestellte Straßenbahnen fotografiert, die ein Bekannter meiner Freunde dort lagert (Käufer finden sich für die Rostschüsseln gewiss nicht mehr). Ich wusste gar nicht, dass so viele der PCC-Wagen aus Pittsburgh überlebt haben (z.B. einer der in den 70er Jahren eine flache Front bekommen hat). Er hat auch noch andere PCCs dort aber fast alle in einem mehr als traurigem Zustand. Mindestens zwei 4000er PCCs sind aber auch dort, die wurden ja in den 80er Jahren in Pittsburgh komplett neugebaut. Manche Altbauwagen konnte ich gar nicht identifizieren, auch nicht den Wagenkasten aus Porto. Es wurde zu schnell dunkel. Nächstes Mal müssen wir da mal bei Tageslicht hin, am besten zusammen mit dem Eigentümer.
So, dass war meine Herbstreise in die USA. Zum Glück hat mir mein Knie keine Probleme gemacht. Die Freunde konnten sich noch gut an meinen Krückstock erinnern, den ich im März in Österreich benutzen musste. Die schöne Krücke nach der OP kennen sie nicht, ich brauche sie zum Glück auch seit Monaten nicht mehr. Mal sehen wohin wir im nächsten Herbst fahren. Im März 2007 geht es wieder nach Mailand und Turin, dann nach Salzburg, Dresden, Chemnitz, Jena, Naumburg, Hamburg, Skjoldenaesholm, Bremen, Brüssel und Ostende. In 2008 wollen die Amerikaner gern nach Polen und nach Prag (und wenn die Peter Witt-Wagen in Mailand noch fahren natürlich auch wieder dorthin).
PS: Aus Zeitgründen habe ich über meine Reisen 2007 mit den Freunden aus Amerika bisher nichts niedergeschrieben. Unter http://vdva.wordpress.com habe ich allerdings etwas zur Polenreise 2008 verfaßt.
BSwebmaster - Mo, 14. Apr, 13:12
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